Samstag, 20. März 2010

Norwegen 2005 - Zu Land und Wasser - 18. Begegnungen

Begegnungen

Als ich heute Morgen erwachte war es nass und kalt. Ich fror und überlegte in welchem Monat ich mich befand. Das konnte keinesfalls Ende Juni sein, das war ganz sicher der April von seiner übelsten Seite.
Ach ja, auch wenn ich es nur ungern erwähne, die letzte Nacht hatte ich unbequem in meinem Auto zugebracht. Bei dem Versuch auf der Wiese zu parken, um das Zelt aufzubauen, hatte sich mein kleiner Kangoo in Windeseile eingegraben. Als ich ausstieg, um mir das Malheur anzusehen versank ich bis zu den Knöcheln im aufgeweichten Wiesengrund. Irgendwie schaffte ich es wieder heraus zu kommen. Allerdings glich die Wiese danach einem umgepflückten Acker.
An dieser Stelle möchte ich mich noch mal bei den Betreibern des Platzes bedanken. Eine Hütte bekam ich nur deswegen nicht, weil alles ausgebucht war. So durfte ich auf dem befestigten Platz für Wohnmobile übernachten.

Fjordlandschaft bei Aseli an der RV 17

Hier lernte ich ein Ehepaar aus München kennen. Wir kamen ins Gespräch und standen dabei im Regen. Wenig später luden sie mich zu einem Gute Nacht Drink in ihr Wohnmobil ein. Mit leeren Händen wollte ich die Einladung nicht annehmen und so brachte ich eine Flasche Wein mit, die ich für besondere Gelegenheiten dabei hatte. Aus dem kleinen Drink wurde eine lange Plauderei bis weit nach Mitternacht. Wir tauschten Urlaubserlebnisse aus, eben das was Urlaubsbekanntschaften so zu tun pflegen. Alles in allem ein angenehmer Abend mit netten Leuten. So kann auch schlechtes Wetter seine guten Seiten haben.
Wetter hin oder her, ich bin bekannt dafür nicht gleich das Handtuch zu werfen oder die Flucht zu ergreifen. Obwohl ich zugegebenermaßen auch kurz überlegt hatte einen großen Satz Richtung Süden zu machen. Aber nach dem Frühstück warf ich diesen Gedanken in die nächste Regenpfütze.

Kleiner Wasserfall bei Aseli

Der folgende Streckenabschnitt war mir zu großen Teilen bekannt. Vor drei Jahren befuhr ich ihn bei schönstem Wetter und benötigte für die ersten sechzig Kilometer sage und schreibe vier Stunden. Die Aufnahmen, die damals entstanden sind waren es wert.
Heute komme ich wesentlich schneller voran. Die Kjellsundbrücke bei Kjøpstad bietet ebenso wenig wie die grau verschleierten Ausblicke auf den Holmsundfjord. Bei Skauvoll verlasse ich die Küstenstraße (RV 17) und folge der RV 838 nach Gildeskål. Eine alte Steinkirche, deren Erbauung auf das Jahr um 1130 datiert wird, ist das Ziel. Unweit davon entfernt ist auch die neue Kirche zu finden, sie stammt vom 1881 und ist somit auch nicht mehr die Jüngste. Die alte Kirche ist verschlossen. Ein Schild weist auf ein rotes Haus hin. Mein erster Versuch. Die Haustür steht auf, aber niemand antwortet auf mein Rufen. Ein zweiter Versuch, zehn Minuten später ist dann von Erfolg. Der Verwalter des Geländes begrüßt mich gleich mit Handschlag. Auf meine Frage, ob ich die alte Kirche besichtigen könnte, schlüpfte er sogleich in seine ausgetretenen Schuhe und schlürft voran. Es handelte sich hier nicht um einen alten Mann, er war wohl so um die vierzig. Er machte einen schlaksigen und wie ich meinte schüchternen Eindruck. Vielleicht war es auch nur die norwegische Zurückhaltung. Auf dem Weg zur Kirche fragte er mich nach meiner Herkunft und sprach von da an nur noch deutsch mit mir. Ich zahlte den kleinen Obolus von 30 NOK und bekam eine ausführliche Führung dafür.

Aussicht bei Gildeskål

Der Eingangsbereich stellte das Waffenhaus dar. Hier mussten die Waffen in früheren Jahren abgelegt werden, bevor man das Gotteshaus betrat. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde es nach einem Brand neu errichtet. Einige Relikte hängen noch an der Decke. Darunter auch ein Fesseleisen, mit denen Sünder an den Pranger gestellt wurden. Dort wo diese Eisen einst an der Kirchenwand befestigt waren, sind noch heute die Löcher zu sehen. Raue Sitten und strenge Regeln herrschten einst im Mittelalter. So war jedem ein Platz in der Kirche zugewiesen. Der Polizeirat, die Pastorenfamilie oder der reiche Kaufmann hatten zellenähnliche Verschläge, wo sie sicher vor dem Gesinde waren. Auch die ehrbaren Bürger hatten ihre Betbänke, teils mit Namen der Familien versehen. Die Armen, der Knecht oder Leibeigene mussten auf einen schmalen Holzbalken zu Füßen der Bürger kauern. Kleinkinder und Mütter mit unehelichen Kindern kamen ebenfalls in einen Verschlag im hinteren Teil der Kirche.

Die alte Steinkirche von Gildeskål

Während der Verwalter mir etwas über die Kanzel erzählte, sie stammt von 1711, kamen weitere Besucher die sich wohl die Kirche ansahen aber keine Anstalten trafen den Eintritt zu bezahlen. So wurde der gute Mann um den Lohn seiner Arbeit gebracht. Anschließend führte er mich noch in die neue Kirche. Auch hier sparte er nicht mit seinen Ausführungen. So erfuhr ich, dass der Altar von 1713 ist und erst vor einigen Jahren von einem deutschen Restaurator wieder hergerichtet wurde. Anders als in vielen anderen Kirchen war hier das Inventar über die vielen Jahrhunderte erhalten geblieben.

Der Eingangsbereich und die Orgel

In der neuen Kirche werden jeden Sonntag die Gottesdienste abgehalten und in der alten Steinkirche werden besondere Anlässe gefeiert. Dazu gehören Hochzeiten, Taufen oder die Weihnachtsmesse. „Kirchen“, so sagte mir der freundliche Mensch, „sind Gotteshäuser und keine Museen.“ Ich denke, dem ist nichts hinzu zu fügen.
Am Ende des Rundgangs bedankte ich mich für die Ausführungen und gab noch eine kleine Spende. Zum Schluss wurde ich, wie bei meiner Ankunft mit einem Händedruck verabschiedet.
Zwei zahlende Gäste waren dann doch noch gekommen, es war das Münchener Ehepaar, das ich Tags zuvor kennen gelernt hatte.

Der Altar der neuen Kirche


Nun hieß es den gleichen Weg zurück nach Skauvoll fahren. Dieser Abstecher hatte sich jedenfalls gelohnt. Und wenn dir in dem kleinen Ort Inndyr die Kinder freundlich zuwinken, dann ist das vielleicht noch mehr wert als etwas Sonnenschein, weil diese Freundlichkeit dich von innen wärmt.
Tatsächlich versuchte die Sonne wenig später durch die Wolken zu dringen. Hätte ich das alles erleben dürfen, wenn ich den großen Sprung Richtung Süden gemacht hätte? – Keineswegs!

Der abseits stehende Glockenturm

Etwas später passierte ich die Stelle an der die Nordland- Skulptur „The forgotten town“ zu finden ist. Der Himmel hatte gerade mal wieder seine Schleusen geöffnet. Die beiden markanten Berge zur Linken spiegelten sich schiefergrau in dem See davor. Kein Vergleich zu dem Bild vor drei Jahren.
Am Svartisen- Center legte ich eine kleine Pause ein. Den Gedanken, mit dem Boot zum Gletscher zu fahren, verwarf ich wieder. Bis tief hinab zum Fjord war das Massiv in Wolken gehüllt.
Bei Forøya machte ich noch einen kurzen Abstecher, um mir eine weitere Nordlandskulptur, "Varde", anzusehen. Nicht alle Skulpturen gefallen oder passen in die Landschaft. Ein Abstecher lohnt nur, wenn die Fähre gerade weg ist. (12 km)
Meine Fähre war noch nicht weg, aber nur weil sie etwas Verspätung hatte. Und so kam ich in den Genuss einer weiteren zauberhaften Begegnung.

Trübe Ausblicke auf den Svartisengletscher

Die Regentropfen fielen gerade senkrecht und schwer vom Himmel als ein Wesen im leuchtenden Orange erschien. Es watschelte von einem Auto zum anderen, um die Gebühr für die Überfahrt zu kassieren. Ja, ihr lest richtig, sie watschelte wie ein Gänseküken in ihrer viel zu großen Regenkleidung. Das Regenwasser lief in kleinen Bächen von der Kapuze über ihr zartes Gesicht und dennoch hatte sie ein zauberhaftes Lächeln auf den Lippen. Ich weiß nicht ob sie nur einen Ferienjob machte oder gerade ihre Ausbildung angefangen hatte. Jedenfalls war sie kaum älter als sechzehn Jahre.
Auch dieses Lächeln zeigte mir, wie schön das Land ist. Überzeugt das Wetter nicht, dann sind es die Menschen mit ihrer Freundlichkeit.

Nordlandskulptur bei Forøya


Mit dieser Fährfahrt überquerte ich den Polarkreis in südlicher Richtung. Ich erwähne es nur der Ordnung halber, schließlich ist es schon das dritte Mal für mich. Dem Kapitän war es auch gleichgültig, jedenfalls klang seine Ankündigung ziemlich mürrisch.
Auf der weiteren Fahrt bis Nesna gab es noch zwei bemerkenswerte Ereignisse. Das erste war ein Stau! Ja tatsächlich, auch wenn es kaum zu glauben ist. Es geschah vor dem Sjonatunnel und die Erklärung dafür folgte auf dem Fuße in Gestalt eines Bauarbeiters. Im Tunnel fanden Arbeiten statt, die eine kurzfristige Sperrung erforderten. Fünfzehn Minuten später ging es aber schon weiter.
Das zweite Ereignis war dichter Nebel im Nordvikfjellet, etwa zwanzig Kilometer vor Nesna. Kaum mehr als fünfzehn Meter Sicht waren uns vergönnt und wir zockelten mit dreißig Stundenkilometer durchs Gebirge. Als es wenig später wieder ins Tal hinunter ging wurde auch die Sicht besser.

Militärisches Gerät auf einen Parkplatz bei Grønsvik
Auf dem mir bestens bekannten Campingplatz wieder nur freundliche Menschen. Auch hier alle Hütten belegt, aber im Gästehaus waren noch einige Zimmer frei. Nach den wenigen Formalitäten noch das Angebot am Abend doch einmal in Ninas Luvvo vorbeizuschauen. Es handelte sich dabei um eine Holzhütte, die den samischen Zelten nachempfunden ist.
Gegen neun machte ich von dem Angebot Gebrauch. Nina hatte bereits Birkenscheite entzündet und das Feuer verbreitete rasch seine Wärme. Ich war der erste Gast und lange Zeit auch der einzige und so ergab sich eine nette Unterhaltung. Im Hintergrund lief Mark Knopflers neue CD „Shangri- la“. Ich mag seine Musik und besitze selber einige seiner CD’s. Die oft ruhigen und melancholischen Songs passten gut zu der heimeligen Atmosphäre.

Wasserfall bei Sjonhagen an dr RV 17

Wir unterhielten uns in englischer Sprache. Nina verstand ich dabei sehr gut, sie spricht sehr deutlich. Ich erzählte ihr woher ich kam, wo ich bereits war und wohin ich noch wollte. Sie erzählte mir, dass sie auch gern reiste, was im Augenblick mit zwei kleinen Kindern von fünf und sieben nicht so gut geht. Ihr Mann besitzt eine kleine Autowerkstatt, ist aber nicht in der Lage ihr kleines verbeultes Auto herzurichten. „Schöne Werbung für eine Werkstatt“, sagt sie und lacht dabei. Sie lebt in Nesna, stammt aber aus Storforshei, nördlich von Mo I Rana. Hier gefällt es hier besser, sie ist am Wasser und wenn es nicht gerade regnet kann man mit den Kindern am Strand spielen. Zu Hause, sagte sie, ist sie nur von Bergen umgeben, die aber allesamt tolle Wanderziele darstellen. Zumindest eines davon kenne ich bereits, den Svartisengletscher.
Gegen Mitternacht verabschiedete ich mich, einige Gäste waren doch noch gekommen. Auch hier ein freundlicher Händedruck und die besten Wünsche für die Weiterreise. Und natürlich das, was sich alle wünschen, besseres Wetter.
Zwölf Tage Dauerregen können auch einen Norweger zermürben. So lange regnete es bereits in Nesna und das war überhaupt nicht gut fürs Geschäft. Die Campingplätze waren wohl gut gefüllt, doch die Veranstalter gingen leer aus. Für manchen stand vielleicht sogar die Existenz auf dem Spiel, sagte Nina zum Abschied und in ihrer Stimme lag ein wenig Traurigkeit.









Samstag, 6. März 2010

Norwegen 2005 - Zu Land und Wasser - 17. – Teil 2 – Museumstag (Luftfahrtmuseum Bodø)

Museumstag (Luftfahrtmuseum Bodø)

Über den Streckenabschnitt von Stokmarknes nach Bodø werde ich mich an dieser Stelle nicht auslassen. Vor drei Jahren hatte ich bereits darüber berichtet. Wiederholungen liegen mir nicht und es soll auch niemand sagen, der schreibt ständig nur übers Wetter. Eine kleine Geschichte muss ich euch dennoch erzählen. Sie ereignete sich während der Überfahrt von Lødingen nach Bognes.


Luftfahrtmuseum Bodø - 9 Zylinder Sternmotor

An Bord der Fähre war eine größere Gruppe von Jugendlichen, überwiegend Mädchen, so um die sechzehn, siebzehn Jahre. Kaum hatte die Fähre abgelegt stürmten sechs von ihnen aufs Vorderdeck. Ich schaute kurz auf und musste Lächeln, ehe ich mich wieder meinem Buch widmete. Sich einmal so fühlen, wie das Liebespaar in dem Film „Titanic“. Das war es, was die Mädchen nach draußen trieb.


Französischer Doppeldecker

Der Ofotfjord war an diesem Morgen ziemlich unruhig und die Fähre schaukelte ganz ordentlich. Ich schlug gerade eine Seite um, als ein lautes Raunen durch die Cafeteria ging. Ich schaute auf und sah gerade noch die Mädchen hereinstürmen. Zwei von ihnen waren klatschnass und die Fahrgäste konnten sich ihr Lachen nicht verkneifen. Einem der Mädchen war überhaupt nicht zum Lachen zumute. Sie hatte wohl vorne gestanden als sich die Bugwelle über das Vorderdeck ergoss.
Das war es dann wohl mit Titanic. Ab sofort hatte der Film, bei den Kids, bis in die Steinzeit verwirkt. Von wegen Romantik und so, nur eine saublöde, eiskalte Dusche und dazu das Gespött der Mitreisenden. So stellte ich mir die Gedanken der Mädchen vor.
Doch weit gefehlt. Diejenigen, die verschont geblieben waren eilten kurz darauf wieder hinaus. Die ganze Aufmerksamkeit der übrigen Gäste galt ab sofort ihnen. Doch wurde den Spöttern keine zweite Gelegenheit geboten. Die Fähre erreichte den Zielhafen, die Mädchen blieben trocken und konnten wieder lachen.

Finnmark - Kriegsszenerie mit Rentier

Nach fünfstündiger Autofahrt, inklusive der Überfahrt und diverser kurzer Pausen war das Ziel erreicht. Wahrscheinlich wäre es etwas schneller gegangen, wenn da nicht so ein niederländischer Wohnmobilfahrer so seine liebe Müh mit dem Gefährt gehabt hätte. Nein, das Fahrzeug muckte nicht und hatte auch keine Panne, der Lenkinsasse war diesem einfach nicht gewachsen. Durch jeden Tunnel, und es gibt einige auf der Strecke, schlich er im Traktortempo. Nachdem die Fahrzeuge vor mir allesamt an den Schleicher vorbei waren, sah ich den Grund für die Bummelei. Er durchfuhr die Tunnel mittig und wenn ein Fahrzeug entgegenkam, lenkte er vorsichtig nach rechts und wurde noch langsamer. Als dann auch noch ein LKW auftauchte hielt er mitten im Tunnel an!
Hinter der elften Röhre konnte ich ihn überholen, wobei der Fahrer gerade im Begriff war wieder die Mitte der Straße zu benutzen. Ich konnte nur hoffen, dass er auch durch die übrigen Tunnel unfallfrei gekommen ist. Die Tunnel sind verdammt noch mal hoch genug, da eckt man nicht mit dem Wohnmobil an. So ein Fahrverhalten ist einfach nur noch grob fahrlässig und lebensgefährlich obendrein.

Sechszylinder Reihenmotor

Nun aber zum Luftfahrtmuseum. 1994 wurde es eröffnet und die Architekten hatten sich bei der Gestaltung wirklich Gedanken gemacht. Da wird nicht einfach nach Schema F verfahren. „Was? – Ihr braucht ein Museum? – Wie groß? – Gut!“ Und fertig ist ein nichtssagender Betonklotz. Nein, die skandinavische Architektur beeindruckt durch ihre Vielfältigkeit und Ideenreichtum. Das Museum ist ein überdimensionaler Propeller dessen Nabe über der Zufahrtsstraße thront und in seiner Spitze einen Kontrollraum beherbergt.

Der Museumsraum wird dreidimensional benutzt

Im linken „Propellerblatt“ ist die Fluggeschichte des 2. Weltkrieges ausgestellt. Szenen aus der Zeit werden mit lebensechten Puppen dargestellt. Die Bruchlandung einer Messerschmitt in der kargen Landschaft der Finnmark ist zu sehen, wobei nicht einmal die Rentiere fehlen.
Diesmal lasse ich es jedoch nicht zu, dass meine Fantasie in die Zeit abschweift. Dieser Teil der Ausstellung wirkt schon durch seine Umgebung bedrückend genug. Lichtquellen sind nur sehr spärlich verteilt und vermitteln, dass hier ein düsteres Kapitel beleuchtet wird.

Doppelrumpf

Die Ängste und Sorgen werden greifbar und nachvollziehbar. Eine junge Frau mit zwei kleinen Kindern, die zusammengekauert an einer Keller- oder Bunkerwand lehnt. Beinahe kann man das Weinen der Kinder und die tröstenden Worte der Mutter vernehmen. Diese Szenen wirken so lebendig, dass man geneigt ist, die Kinder trösten zu wollen.

Wasserflugzeug Donier

Die Kriegsflugzeuge, manche wirken wie Ungetüme im dämmrigen Licht, vermögen noch immer Furcht einzuflössen. Auch wenn man diese Zeit nur aus Geschichtsbüchern und Erzählungen kennt. Und so wundert es nicht wenn ein Kleinkind zu weinen beginnt, diesmal keine Puppe oder ein Effekt. Die Eltern haben mit ihm einen dunklen Gang durchschritten, der den Rumpf eines Bombers darstellt. Entsprechende Geräusche, wie Flakfeuer und die dazu gehörenden Lichtblitze aktivieren sich selbsttätig sobald man den Gang betritt. Das ist bei weitem noch nicht alles, aber schließlich wollt ihr auch noch etwas entdecken. Also kehre ich diesem Teil den Rücken zu und begebe mich in den Bereich der zivilen Luftfahrtgeschichte Norwegens.

Zivile Luftfahrt - Wasserflugzeug Ju 52

Wenn ihr mit euren Kindern hierher kommt, dann geht mit ihnen in diesen Bereich. Spielerisch können sie hier etwas über Thermik und andere Dinge zum Thema Fliegen lernen. Aber warum erwähne ich das, ist doch typisch skandinavisch. Die Kinder stehen im Mittelpunkt und das ist gut so.

Blick von oben

Besonders beeindruckend ist ein Wasserflugzeug auf Basis der alten „Tante Ju“ hat (Junkers Ju 52). Sie besteht überwiegen aus Aluminium und glänzt noch heute im Scheinwerferlicht.

Tanksäule Tiger

Hier wirkt alles gleich viel freundlicher, weil heller. Ältere Maschinen der Fluggesellschaften Windboe und SAS dürfen natürlich auch nicht fehlen. Ebenso wenig wie die Flugsimulatoren, die man ausprobieren kann wenn du den Mut dazu besitzt.

Wasserflugzeuge haben in Norwegen Tradition

Wer hierher kommt sollte Zeit mitbringen, je mehr, je besser. Ich war um 15:30 Uhr hier und bin erst kurz vor Schluss, um 19:00 Uhr wieder gegangen. Solange hat das Museum während der Saison auch am Sonntag geöffnet. Doch Vorsicht, am Samstag schließen die Pforten schon um 17:00 Uhr.

Szene zur Südpolexpedition